Kultur und Umgebung


Kultur wird in der ResidenzBeinsen großgeschrieben. Regelmäßige Musiknachmittage zum Zuhören aber auch zum Tanzen gehören zum monatlichen Ablauf. Ausflüge in die nahen und fernen Kulturstätten, wie das Celler Schloss, das Boman Museum, das Kloster Wienhausen, die Herrenhäuser Gärten werden regelmäßig vorgenommen.

 

In naher Umgebung, 5 Minuten zu Fuß, befindet sich das Kloster Wienhausen. Dieses ist ein ehemals zisterziensisches, heute evangelisches Frauenkloster aus dem 13. Jahrhundert. Das historische Klosterensemble ist weitgehend erhalten. Östlich der Kirche liegen Wassermühle und Wirtschaftsgebäude. Nach Norden im rechten Winkel an die Kirche angebaut sind die Konventsgebäude: das mittelalterliche im Westen, dessen Giebel mit dem Westgiebel der Kirche dem Besucher zuerst ins Auge fällt, und der nachreformatorische Fachwerkbau im Osten; dazwischen der doppelgeschossige Kreuzgang, ein Juwel der Backsteingotik.

Die Kirche besteht aus der alten romanischen Archidiakonatskirche (deren Turm bei der Klostergründung gemäß Zisterzienserregel abgerissen wurde) und der westlich daran angebauten hohen gotischen Klosterkirche mit dem Nonnenchor im Obergeschoss und dem Pilgersaal im Erdgeschoss. Die beiden Gebäudeteile sind heute durch eine Holzwand abgeteilt und werden getrennt genutzt.

Der im 14. Jahrhundert fertiggestellte Nonnenchor zählt zu den bemerkenswertesten erhaltenen gotischen Sakralräumen. Decke und Wände sind flächendeckend mit biblischen Bildern und Ornamenten ausgemalt. Dargestellt sind unter anderem die Schöpfungsgeschichte, das Leben und Sterben Jesu und seine Auferstehung und Herrschaft im himmlischen Jerusalem. 1952 wurden die Eichenbohlen unter dem Gestühl der Nonnen entfernt, um elektrische Leitungen zu legen. Bei diesen Arbeiten wurden seltene und wertvolle Gegenstände gefunden, die sowohl christlichem als auch heidnischem Glauben zugeschrieben werden können; zu nennen sind hier Nietbrillen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Das Kloster Wienhausen ist bekannt für seine Sammlung wertvoller gotischer Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die jedes Jahr ab dem Freitag nach Pfingsten in einer Sonderausstellung zu sehen sind. Die Teppiche zeigen sowohl christliche als auch weltliche Themen; dargestellt sind zum Beispiel die Tristansage, verschiedene Heiligengeschichten (Thomas, Anna und Elisabeth) sowie der Spiegel des menschlichen Heils.

Die im Kloster lebenden Konventualinnen pflegen die zahlreichen Kunstschätze und bieten Führungen an. Seit 2000 können die Teppiche sowie die Fundstücke aus dem Nonnenchor während der Hauptsaison mit mehrsprachigen Audioführungen (deutsch, englisch, französisch und spanisch) betrachtet werden. Führungen durch das Kloster werden auf Anfrage auch in Englisch, Französisch, Spanisch sowie Plattdeutsch angeboten.